Die Sagrada Familia Post Covid

Die Sagrada Familia, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, war während der letzten Jahre vom Rückgang des internationalen Reiseverkehrs stark betroffen. Die Besuchereinnahmen, die Hauptfinanzierungsquelle für die Fertigstellung des sakralen Gebäudes waren so stark zurückgegangen, dass die Bauarbeiten neun Monate lang unterbrochen werden mussten.


Der ursprüngliche Plan war, die Basilika, an der Gaudí von 1883 bis zu seinem Tod 1926 gearbeitet hatte, im Jahr 2026 abzuschließen. Doch leider ist das nicht mehr zu schaffen, sagte der Generaldirektor der Sagrada Familia, Xavier Martinez in einem Interview.


"Es könnte 2030, 2035, 2040 sein. Ich würde lügen, wenn ich ein genaues Datum nennen würde", sagte er und fügte hinzu, dass es einige Zeit dauern wird, bis das Einkommensniveau von vor der Pandemie wieder erreicht ist und der Bau wieder in Gang kommt.


Dennoch zeigte sich Martinez zuversichtlich, dass das Gebäude mit seinen 18 Türmen im modernistischen Stil noch in seiner Amtszeit fertig gestellt wird, und war optimistisch, dass die Touristenzahlen in der zweiten Jahreshälfte steigen werden.


Laut Chefarchitekt Jordi Fauli hatte die Sagrada Familia schon vor Covid turbulente Zeiten durchlebt. Erlebt.

Er verwies darauf, dass der Bau 1910 fast abgebrochen und während des Spanischen Bürgerkriegs in den 1930er Jahren gestoppt wurde.

Doch keine der Schwierigkeiten sei unüberwindbar gewesen. Die Menschen hätten stets alles versucht, um Gaudís Lebenswerk in seinem Namen zu vollenden.


Es gäbe zwar finanzielle Engpässe, doch trotz der Geldprobleme wurde im Dezember 2021 der der 138 Meter hohe Marien Turm fertiggestellt. Seine Spitze krönt ein leuchtender Stern.


Nach ihrer Fertigstellung wird die Sagrada Familia drei Fassaden haben und von einem 172,5 Meter hohen Turm gekrönt werden, der Jesus Christus gewidmet ist und damit das höchste Gebäude Barcelonas sein wird.



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