Das Magische Quadrat der Sagrada Família
- Barcelona Dragon Tours

- 1. Sept. 2019
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Aktualisiert: 11. Mai

Das Magische Quadrat der Sagrada Família – um die Sagrada Família, Gaudís größten unvollendeten sakralen Bau, ranken sich viele Geheimnisse. Ursprünglich war geplant, die Kirche 2026 zum 100-jährigen Todestag des genialen Architekten fertigzustellen. Doch dieses ambitionierte Ziel ist nicht mehr zu erreichen — die Vollendung wird sich noch einige Jahre länger hinziehen.
Denn die Symbolik Gaudís lässt oft mehr als nur eine Interpretation zu.
Das Magische Quadrat, das sich an der Fassade des Leidenswegs Christi direkt neben der Skulptur „Judaskuss" befindet, ist eines dieser ungelösten Rätsel, das viele Fragen aufwirft. Zählt man in dem Quadrat die Nummern einer vertikalen, horizontalen oder diagonalen Reihe zusammen, ist die Summe immer 33.
Der Künstler, der das magische Quadrat schuf, war allerdings weder Gaudí noch einer seiner Zeitgenossen, sondern der katalanische Bildhauer Josep Maria Subirachs, der von 1987 bis 2004 in der Sagrada Família wohnte, um dort sein ambitioniertestes Werk zu vollenden: die von Gaudí entworfene, aber nie angefangene Passionsfassade.
Subirachs expressionistisch anmutende Steinfiguren (Gaudí bewunderte den Expressionismus) stellen entlang der düster wirkenden Fassade die Stationen des Leidenswegs Christi dar.
Wie Gaudís Symbolik ist auch Subirachs Bildsprache mehrdeutig. Es gibt viele Erklärungsversuche, aber keine eindeutige Antwort.
Der am 7. April 2014 verstorbene Subirachs schwieg sich Zeit seines Lebens darüber aus.
Eine Interpretation des Magischen Quadrats ist, dass die Summe der Zahlen das Lebensalter von Jesus darstellt. Denn der Messias war angeblich 33 Jahre alt, als er gekreuzigt wurde.
Manche jedoch sehen darin einen Hinweis auf die Freimaurer. Im griechischen Alphabet kommt der Großbuchstabe Gamma Γ an dritter Stelle, der Großbuchstabe Lambda Λ an elfter. Gamma und Lambda sind in der Freimaurer-Symbolik Winkel und Zirkel (dieses Symbol kann man ebenfalls an der Leidensfassade entdecken). Miteinander multipliziert ergeben 3 (Gamma) und 11 (Lambda) 33, was der Anzahl der Freimaurer-Grade entspricht.
Ob Gaudí allerdings Freimaurer war, bleibt fraglich. Zeit seines Lebens war er ein von seiner Arbeit besessener Mann, der nach mehreren Lebenskrisen und einer schweren Krankheit Trost im katholischen Glauben fand. Allerdings war er auch ein freier, zutiefst ethisch denkender Mensch. Es ist daher durchaus möglich, dass Gaudí sich mit den Freimaurern identifizierte, auch wenn sie von der katholischen Kirche verteufelt wurden.
Wir werden wahrscheinlich nie wissen, warum Subirachs das magische Quadrat neben dem Judaskuss platzierte.
Vielleicht wollte er auch nur Dürers Bild „Melancholie" zitieren, auf dessen magischem Quadrat die Summe der Zahlen allerdings immer 34 ist.




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