Deutsche Touren und Stadtführungen durch Barcelona: Wissenswertes mit Barcelona Dragon Tours: Dan Browns Sakrileg und Geheimcode Barceloneta

Heute verrate ich ein kleines Geheimnis, das all die Dan Brown Fans unter Ihnen bestimmt brennend interessieren wird.

Hätten Sie gedacht, dass sich in einer Straße des Fischerviertels Barceloneta einer der Schlüssel des „Da Vinci Codes“ verbirgt?

Es handelt sich dabei um die berühmte Fibonacci – Folge, eine mittlerweile vergessene Lichtinstallation des italienischen Künstlers Mario Merz.

In der Mathematik ist die  Fibonacci-Folge eine unendliche Folge von Zahlen, bei der die Summe zweier benachbarter Zahlen die unmittelbar folgende Zahl ergibt. 1 und 1 ergibt 2. 1 und 2 wiederum macht 3. 2 und 3 ergibt 5. 3 und 5 ergibt 8. 5 und 8 ergibt 13 und so weiter.

Die Zahlen Sequenz ist nach dem Italienischern Mathematiker Leonardo von Pisa, dessen Spitzname Fibonacci war, benannt. Im 13 Jahrhundert beschrieb er damit das Wachstum einer Kanninchen Population.

Philosophen und Mathematiker waren jedoch schon im Altertum von dieser Zahlenfolge fasziniert. Denn sie kommt immer wieder in der Natur vor.

Bei vielen Pflanzen zum Beispiel sind die Blätter und Blütenstände nach den Gesetzen der Fibondacci – Folge  angeordnet.

Die Zahlenfolge ist im goldenen Winkel, im goldenen Schnitt oder der mathematischen Zahl Phi zu finden und bestimmt das harmonische und von uns als schön empfundene Verhältnis der Einzelteile zum Ganzen.

Leondardo da Vinci war besessen vom goldenen Schnitt. Die Fibonacci Folge durchzieht sein ganzes Werk.

 

Wen wundert`s, dass Dan Brown die Zahlen Sequenz in seinem Bestseller „Sakrileg- The Da Vinci Code“ gleich mehrmals verwendet. Im Louvre kritztelt der sterbende Chefkurator Jacques Saunièr eine Geheimbotschaft auf den Boden. Und später knacken Robert Langdon und Sophie Neveu auf ihrer abenteuerlichen Suche nach dem Heiligen Gral ein Bankschließfach mit dem Code.

Der 2003 verstorbende italienischer Künstler Mario Merz (Hauptvertreter der Arte povera, Kunst aus ärmlichen Allltagsdingen) war ebenfalls begeistert davon.  Zeit seines Lebens suchte er ständig nach Metaphern für den Zusammenhang von Natur und Kultur. Auch er beschäftigte sich mit der Zahlenfolge, die er in Lichtinstallationen aus Neonröhren öfter darstellte.

1992 kreierte er in der Barceloneta zur sogenannten Kultur Olympiade entlang der Promenade zwischen der Straße Joan Borbon und dem Hafenbecken die Fibonacci Sequenz als Lichtinstallation. In einer Reihe von quadratischen durch Panzerglas abgedeckten Vertiefungen leuchteten bis vor kurzem noch  rote Neonzahlen von 1 bis 4.181.

Leider sind die Neonröhren mittlerweile kaputt. An einigen Stellen hat  das Glas Risse bekommen.

Die im Boden eingelassenen Zahlen kann man aber noch erahnen. Doch sie  leuchten nicht mehr. Der Zahn der Zeit hat zu sehr daran genagt.

Vielleicht haben Sie jetzt ja Lust auf unsere deutschsprachige  „Okkultes Barcelona“ Stadtführung bekommen. Wir würden uns freuen, Sie bald mal bei einer unserer Touren begrüßen zu dürfen.

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