Barcelona : Rose aus Feuer

Barcelona : Rose aus Feuer

Friedrich Engles schrieb einst, dass nicht einmal in den Tagen der Pariser Kommune so viele Barrikaden für den Straßenkampf errichtet wurden wie in Barcelona. Die Hauptstadt Kataloniens war für ihn die „Welthauptstadt der Barrikadenbauer“.

Es mag sein, dass die revolutionsbegeisterten Franzosen den aufmüpfigen Katalanen als Vorbild dienten. Vielleicht waren es aber einfach nur die engen Straßen im labyrinthischen Gassengewirr der Altstadt, die die Bewohner Barcelonas immer wieder auf die Idee brachten, Möbel und allerlei Hausrat aus dem Fenster zu werfen und Straßensperren zu errichten.

Aufsässige Bürger setzten sich hier immer wieder gegen Unterdrückung und Willkür zur Wehr. Die verhasste Obrigkeit jedoch schlug stets mit eiserner Faust zurück und kannte keine Gnade.

Die Bewohner Barcelonas wurden auf der einen Seite der Stadt von den Soldaten der Zitadelle in Schach gehalten. Auf der anderen Seite thronte hoch oben auf dem Montjuic das Kastell, von dem aus man Kanonen auf die Stadt richtete und diese auch bombardierte.

Die ungehorsamen Barcelonesen leisteten Gegenwehr, manchmal mit Gewalt, manchmal friedlich mit selbstgebastelten Flugdrachen.

Mehr als einmal jagten wütende Einwohner unliebsame Regenten aus der Stadt und attackierten den verhassten, regierungstreuen Klerus. Es brannten Kirchen und Klöster.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nannten die Anarchisten ihre Stadt liebevoll „la rosa de foc“ : die Rose aus Feuer.

Denn nirgendwo auf der Welt gab es so viele anarchistische Attentate und Bombenanschläge wie in Barcelona.

Diese Tour ist ein Streifzug durch 500 Jahre Widerstand und Anarchismus.

Inhalte der Tour

Wir beginnen unsere Zeitreise im Jahr 1492 mit einem versuchten Attentat auf den Katholischen König Ferdinand und beenden sie im Jahr 1923 mit der Ermordung des Zuckerjungen „Noi de Sucre“, eines charismatischen und redegewandten Gewerkschaftlers, der sich für die Rechte der Arbeiter einsetzte.

Auf dieser Barcelona Stadtführung begegnen wir verzweifelten Bauern, tapferen Freiheitskämpfern, mutigen Müttern, revolutionären Schokoladenherstellern, fanatischen Anarchisten und einem idealistischen Lehrer, dem die „Tragische Woche“ zum Verhängnis wurde.

Organisatorisches, Preis und Anmeldung

Unsere Führung über den Anarchismus in Barcelona ist zur Zeit ist zur Zeit nur als private Führung buchbar.

Diese Geschichts Tour durch Barcelona halten wir  auf Deutsch und bei Wunsch auch auf Englisch ab.

Treffpunkt: Pla del Palau 18, Facultat de Nàutica de Barcelona, U-Bahn Station Barceloneta

Alle Termine auf einen Blick

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